Kolibri Moskito

Die Kolibri Moskito basiert auf den Cigar Box Guitars, das sind einfach gebaute Gitarren, meist mit einer Zigarrenkiste als Resonanzkörper. Oft mit Piezos verstärkt, aber auch mit Tonabnehmern aus der E-Gitarrenwelt. 

Baulich entspricht sie der Kolibri Classic. Jedoch hat der Hals keinen Spannstab, das ist nicht nötig bei nur drei Saiten, und kein separates Griffbrett.

Maximal dünn gebaut (28-29 mm) wiegt die Moskito in 25" Mensur 1,6 bis 1,7 kg.
Die Halsweite am Nullbund ist 38 mm, am 22ten Bund 45 mm. Die Halsdicke entspricht einer SixString. Das String Spacing ist 12 mm auf 17 mm.
Das abgebildete Modell hat einen 7 kOhm Humbucker, einen Vol-Poti und ABM Hardware.

Dreisaitige Gitarren werden fast immer in einem offenen Akkord gestimmt, meist GDG, aber auch EBE, AEA oder DAD. Eigentlich ist es egal wie, Hauptsache es gefällt dem Spieler, und die Stimmung besteht aus einem Grundton, der zugehörigen Quinte, und der zugehörigen Oktave.

Dreisaitige Gitarren bieten weniger Oktav-Umfang, weniger Klangfülle und sind nicht so virtuos zu spielen wie Sechs-Saiter.

Hier liegt aber gleichzeitig die Stärke des Konzepts:

  • Sie sind so einfach, dass sie vergleichsweise leicht zu verstehen und zu erlernen sind.
  • Dazu kommt ein schmaler Hals und ein großer Saitenabstand, noch deutlich mehr als bei einer Konzertgitarre. Damit sind sie auch hinsichtlich der Fingerfertigkeit viel weniger anspruchsvoll.
  • Ihr tendenziell rockiger / bluesiger Sound führt schnell zu brauchbaren Ergebnissen.

Somit eignen sie sich besonders für

  • Späteinsteiger
  • Menschen mit weniger ausgeprägtem Fingergeschick oder Einschränkungen an der Greifhand / dem Greifarm.
  • Leute mit dicken Fingern
  • Leute, die schnell zum Musik machen kommen wollen
  • alle, die an Sechs-Saitern aufgegeben haben und es nochmal versuchen wollen.

Die wichtigsten Akkorde, mit denen man schon die meisten Lieder begleiten, nachspielen oder selbst ‘komponieren‘ kann sind Power Chords, Dur-Akkorde, Moll-Akkorde.
Und die kann man hier in 15 Minuten lernen, denn es sind nur drei einfache Griffe:

  1. Für Power Chords nur einen immer gleichen Griff mit nur einem Finger (Barré mit dem Zeigefinger auf 2 oder 3 Saiten).
  2. Für Dur-Akkorde nur einen immer gleichen Griff mit nur zwei Fingern (Barré mit dem Zeigefinger + kleiner Finger auf der dünnsten Saite).
  3. Den fast gleichen Griff für die Moll-Akkorde, nur der Abstand für den kleinen Finger ist anders.

Nachfolgend Griffbeispiele für die EBE-Stimmung. Für andere Stimmungen ändert sich nur die Position der Töne, die Griffe bleiben gleich.

Hat man die Griffe intus, geht es genauso einfach weiter. Man lernt die Positionen der Noten auf der tiefsten Saite oder beschriftet den Hals.
Für die mittlere Saite zählt man aufwärts 5 Bünde dazu, abwärts zieht man 7 Bünde ab und hat auch hier schon die Töne gefunden. 
Ist das nicht wunderbar einfach?

Youtube ist voll von Tutorials, und Tabs gibt es reichlich im Netz. Ein versierter Gitarrenlehrer kann das sicher auch in Lehrstunden umsetzen.